Read PageEdit PageEigenschaftenPage HistoryHochladen
Printable View

NEWSLETTER der IGS Waldschule Egels in Aurich www.igs-egels.de Nr. 6 vom 25. Mrz 2004


1. Erfolg im Kurzfilmwettbewerb

Beim Kurzfilmwettbewerb des Landkreises Aurich haben Schlerinnen und Schler unserer Schule den 1. Preis gewonnen. Es sind: Marlon Taddigs, Annika Sann, Edgar Hubert, Manuela Kohtz, Kerstin Mller aus dem 10. Jg, die den Film "Am Abgrund" einreichten, den sie im Rahmen des WPK II "Medienwerkstatt" gedreht haben. Wir gratulieren herzlich! Ein ehemaliger Schler unserer Schule hat gleichfalls einen Preis bei diesem Wettbewerb erhalten. Es ist Patrick Planteur, der jetzt die 12. Klasse der IGS Aurich-West besucht. Er erhielt den 2. Preis fr seinen Film "Cool down". Auch ihm unser herzlicher Glckwunsch!

2. Stellungnahme des Schulelternrats zur Schulsituation in Aurich

Am 17.3.04 hat der Elternrat unserer Schule getagt. Dabei war auch die Diskussion um die Gesamtschulen in Aurich Thema. Die anwesenden Elternvertreter haben einstimmig die folgende Stellungnahme zur Schulsituation in Aurich verabschiedet. Diese ist der rtlichen Presse zugeleitet worden. Eine Verffentlichung in den nchsten Tagen ist zugesagt. Hier folgt der vollstndige Text.

Stellungnahme des Schulelternrates der IGS Waldschule Egels zur Schulsituation in Aurich

Unsere Stadt Aurich hat - zum Glck - ein vielfltiges schulisches Angebot. Neben dem gut funktionierenden dreigliedrigen Schulsystem gibt es zwei integrierte Gesamtschulen, alle Schulen freuen sich ber gengend SchlerInnen. Lediglich die Hauptschule leidet unter sinkenden Schlerzahlen, was aber ein gesellschaftliches Problem ist und schon seit Jahren besteht. Alles knnte gut und jeder zufrieden sein. Nein, so einfach ist es nicht!

Unserer jetzigen Landesregierung sind IGSen schon immer ein Dorn im Auge. Sie beschliet, keine neuen mehr einzurichten und die bestehenden nicht offiziell abzuschaffen. Dafr sollen die Hauptschulen gestrkt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Kinder ab kommendem Schuljahr nach Klasse vier auf die weiterfhrenden Schulen geschickt, der Elternwille bekommt einen hohen Stellenwert, die Eltern entscheiden, auf welche Schule ihr Kind gehen soll. Gleichzeitig gibt es vielfltige nderungen im Schulgesetz (fast alle bedeuten Verschlechterungen in allen mglichen Bereichen an fast jeder Schulform, aber besonders trifft es die integrierten Gesamtschulen). Ziel ist und bleibt es, das dreigliedrige Schulsystem zu strken und die IGSen auszubluten.

Doch was machen die Eltern? Sie verstehen nicht, dass die Landesregierung es gut mit ihnen meint. Viel mehr als gedacht melden ihre Kinder auf einer IGS an, die IGSen erleben einen gewaltigen Ansturm, die Aufnahmekapazitt beider IGSen reicht nicht aus. An der IGS West mssen 99 SchlerInnen, an der IGS Waldschule Egels 11 SchlerInnen ausgelost werden, die nicht an der von ihnen gewnschten Schulform einen Platz bekommen.

Elternwille? Diese bockigen Eltern ( und die vielen 100 Eltern mit ihren Kindern, die einen Platz an einer IGS bekommen haben), scheinen nicht zu begreifen , welche Schulform die richtige ist. Um ihnen auf die Sprnge zu helfen, wird jetzt darber nachgedacht, eine IGS wieder abzuschaffen, nmlich die IGS Waldschule Egels. Damit knnten ~ 600 weitere Eltern ihre Kinder nicht mehr auf die von ihnen gewnschte Schulform schicken.

Elternwille? Scheinbar wird nur der Elternwille akzeptiert, der das dreigliedrige Schulsystem meint. Die Eltern, die meinen, dass eine IGS die beste Schulform fr ihr Kind ist, mssen eines besseren belehrt werden. Man nimmt ihnen die gewnschte Schulform einfach weg und zwingt sie zu einer von ihnen unerwnschten. Je frher SchlerInnen getrennt lernen, je frher selektiert wird, umso besser? Gemeinsam lernen, voneinander lernen, miteinander lernen, Schullaufbahnen mglichst lange offen halten - hat uns Pisa nicht gezeigt, dass genau das der Weg ist?

Die Schulen in Aurich leisten - jede auf ihre Art - gute Arbeit. Wir sollten tolerant genug sein, jede ohne Anfeindungen existieren zu lassen. Mit der Schulreform haben die LehrerInnen vor Ort genug zu tun. Man sollte sie in Ruhe arbeiten lassen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es gengend SchlerInnen fr alle Schulformen gibt. Politiker sollten aufhren, ihre Ideologien vor vernnftige Entscheidungen zu stellen.

Die IGS Waldschule feiert nchstes Jahr 10-jhriges Bestehen. Sie hat konstante bis steigende Anmeldungen. Wir Eltern, die wir unsere Kinder an der Schule haben, sehen diese dort gut aufgehoben. Wir mchten, dass unser Elternwille genauso gilt wie der von Eltern, die ihre Kinder im dreigliedrigen Schulsystem anmelden. Wir erwarten, dass bestimmte Politiker diskriminierende uerungen ber die Schule unserer Kinder unterlassen.

Wir erwarten eine faire, sachliche, objektive Berichterstattung, so dass unsere Kinder ihre Schule nicht stndig in diskriminierenden Schlagzeilen finden.

Wir wollen keine ideologische Diskussion und tolerieren andere berzeugungen. Genau das erwarten wir aber auch: Toleranz. Und wir wollen, dass unser Elternwille genauso gilt wie der von anderen Eltern, auch wenn unsere berzeugung nicht mit der unserer Landesregierung bereinstimmt.

Wir wollen, dass die IGS Waldschule Egels IGS bleibt und nicht politischen Machtkmpfen zum Opfer fllt! Hnde weg von der IGS Waldschule Egels!

3. Vernderungen an unserer Schule durch den neuen IGS-Erlass

Am 24.3.04 hat die 3. Gesamtkonferenz unserer Schule stattgefunden, bei der wichtige Entscheidungen gefasst wurde, mit denen die neuen Grundsatzerlasse fr unsere IGS umgesetzt werden. Im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse: Die Vernderungen durch die Schulreform bedeuten grundstzliche Entscheidungen fr unsere Stundentafel und den Wochenrhythmus und das WPK-Modell.

1. Wochenrhythmus.

Knftig werden wir weniger Unterricht in den einzelnen Jahrgngen geben mssen. Denn im Jahrgang 5 enthlt die Stundentafel nur noch 33, in allen anderen Jahrgngen nur 34 Unterrichtsstunden pro Woche. (Bisher hatten wir aufsteigend 33,5 bis 37 Unterrichtsstunden pro Woche in den unterschiedlichen Jahrgngen.)

Langfristig wird also der 9. und 10. Jahrgang nur noch zwei verpflichtende Ganztage haben. Vermutlich werden wir fr eine gewisse bergangszeit sowohl nach dem alten Wochenrhythmus als auch nach dem neuen unterrichten mssen. Eine Vernderung wird es fr den Mittwoch geben: Alle Jahrgnge werden ab dem neuen Schuljahr sechs normale Unterrichtsstunden haben, auch der 5. Jahrgang und auch die Jahrgnge 8 bis 10, bei denen die Kurzstunden entfallen mssen, da die Busse nur einmal, und zwar gegen 13.10 Uhr abfahren werden.

2. Die Stundentafel

Die Stundentafel bleibt fr die knftigen Jahrgnge 8 bis 10 so, wie sie bisher war (einzige Ausnahme ist der Mittwoch, wie oben erwhnt).

Fr die knftigen Jahrgnge 5 bis 7 sind die folgenden nderungen vorgesehen: Fr jeden Jahrgang sind pro Woche vier Kurzstunden vorgesehen, die insbesondere den Kernfchern zugewiesen werden.

Der 5. Jahrgang erhlt nach wie vor 2 Klassenstunden, obwohl nur eine in der Stundentafel vorgesehen ist. Ab dem 6. Jg. gibt es eine Klassenstunde.

Die Freiarbeit kann nur noch im 5. Jahrgang durchgefhrt werden.

Der WPK beginnt knftig im 6. Jg. als Vorbereitungskurs. (s. unten) Mittwochs haben alle Jahrgnge 6 normale Unterrichtsstunden.

Durch die Krzung der Unterrichtsversorgung an den Gesamtschulen stehen uns fr den Ganztagsbetrieb knftig nur etwa 60 bis 70 Unterrichtsstunden zur Verfgung.

3. Wahlpflichtkurse

Die Wahlpflichtkurse beginnen knftig (d. h. ab dem Schuljahr 2005/2006) schon in der 6. Klasse. Sie heien dann "Vorbereitungskurse" fr die Wahlpflichtkurse. Es werden jeweils zwei zweistndige Kurse angeboten, die sich im Wesentlichen auf die Fcher Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften, Musik und Kunst sowie auf das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik beziehen. Weiterhin sind aber auch fcherbergreifende Kurse mglich.

Auerdem wird ab Jg. 6 knftig Franzsisch als vierstndiges Fach angeboten.

Die Schlerinnen und Schler mssen sich entscheiden, ob sie Franzsisch whlen wollen oder zwei zweistndige Kurse.

Diese Kurse werden in den Jahrgngen 7 und 8 fortgesetzt.

In den Jahrgngen 9 und 10 kommt ein weiterer zweistndiger Kurs dazu. Auerdem kann ab Klasse 9 Niederlndisch vierstndig gewhlt werden.

ber die organisatorischen Einzelheiten wird eine Informationsbroschre erscheinen, die auch auf der Homepage nachzulesen ist. Es wird aber noch ein wenig dauern, bis wir diese fertig gestellt haben. Gegenber unserem bisherigen WPK-Modell wird das Wahlpflichtangebot in den Klassen 9 und 10 um zwei Stunden gekrzt.

4. Ausleihe von Lehrbchern statt Lernmittelfreiheit

Die Gesamtkonferenz vom 24.3.04 hat nach der Abschaffung der Lernmittelfreiheit durch die Landesregierung ein Leihsystem fr die Schulbcher beschlossen. Das Verfahren wird den Eltern und Schlerinnen und Schlern in den nchsten Wochen erklrt. Es sieht umfangreiche Regelungen vor, die hier nicht in allen Einzelheiten erklrt werden sollen. Fr die Schule ergibt sich ein relativ hoher Organisationsaufwand, und auf die Eltern kommen, wenn sie an dem Leihverfahren teilnehmen wollen, Kosten pro Kind von ungefhr 35, - zu.

5. Computerausstattung der Schule

Seit Anfang Mrz hat unsere Schule einen voll eingerichteten zweiten Computerraum. Dieser Raum war bisher mit Laptops ausgestattet, die dort fest installiert waren. Durch die neuen Computer knnen die Laptops nun so mobil genutzt werden, wie es ursprnglich gedacht war. Sie knnen in jeden Unterrichtsraum gebracht werden und damit auch in jedem Fach eingesetzt werden.

In diesem Zusammenhang sei auch erwhnt, dass der Einbruch in den Computerraum und der Diebstahl mehrerer Laptops, der unmittelbar vor der Neueinrichtung passierte, aufgeklrt ist. Die Tter - eine Gruppe von Jugendlichen - haben keine Beziehung zur Schule, auch ehemalige Schler waren nicht beteiligt.

Die Schule beginnt nach Ostern wieder am 15.4.04.

Wir wnschen schne Osterferien!

Peter Klein, Claus Duckstein

Page last modified on November 11, 2007, at 11:03 EST