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NEWSLETTER der IGS Waldschule Egels in Aurich www.igs-egels.de Nr. 4 vom 6. Mrz 2004


Stellungnahme der IGS Egels zur aktuellen schulpolitischen Diskussion in Aurich oder: Versuch einer ernsten Antwort auf nicht ernst zu nehmende Aussagen (von Herrn Ontijd in den ON vom 03.03.04)

In regelmigen Abstnden totgesagt, ist dies ein trotziger, aber nicht ein letzter Versuch der IGS in Egels, ein Lebenszeichen von sich zu geben.

Anders gewendet: 607 Schlerinnen und Schler kommen aus ihren Schublden hervor, in die man sie im Alter von zehn Jahren bemht war zu stecken, und rufen gemeinsam mit ihren 55 Lehrerinnen und Lehrern: "Hurra, wir leben noch!"

Damit nicht genug: Diese Kinder und Jugendlichen haben tatschlich das Selbstbewusstsein, manche nennen es vielleicht Unverschmtheit, sich die Etiketten, die man vielen von ihnen in einem solch frhen Alter aufgeklebt hatte, von der Stirn zu reien und behaupten, von ihren Eltern darin untersttzt, ganz frech: Wir sind Schlerinnen und Schler und wollen euren Kategorisierungen nicht mehr gehorchen, wollen in euren Schublden nicht mehr gefangen sein. Uns und der Schule unserer Wahl ist in den letzten Jahren immer wieder von denselben Damen und Herren die Existenzberechtigung abgesprochen worden. Dennoch: Wir strotzen nur so vor Lebenswillen und Lebensfreude und unser Lebenswille und unsere Lebensfreude nhren sich aus den vielen Mglichkeiten, die wir haben, uns zu bilden und uns zu entwickeln. Und so erreichen wir Ziele, die fr viele von uns nicht vorgesehen waren und die zu erreichen vielen von uns nicht zugetraut wurde.

Der klassische Bildungsbegriff beinhaltet immer auch, im Sinne der Aufklrung angemessen, insbesondere also achtungsvoll mit den Mitmenschen umzugehen und auf Aussagen zu verzichten, die rational nicht zu begrnden sind.

Uns auf dieses Bildungsideal berufend, haben wir insbesondere an Herrn Ontijd, aber auch an andere Damen und Herren, folgende Bitten:

berzeugen Sie sich zunchst von unserem tatschlichen Ableben, bevor Sie uns fr tot erklren. berzeugen Sie sich zunchst von den tatschlichen Erfolgen unserer Schule, indem Sie beispielsweise prfen, wie viele der Schlerinnen und Schler unseres ersten Jahrganges im Sommer mit welchem Erfolg das Abitur ablegen, bevor Sie Ihre Urteile sprechen.

berzeugen Sie sich zunchst vom Wortlaut der Verordnungen und Erlasse, bevor Sie Behauptungen aufstellen, die in diesen keine Grundlage finden.

Besinnen Sie sich auf die Ergebnisse der vielen Untersuchungen zum deutschen Bildungssystem, damit in den Schulen ideologiefrei im Interesse der Kinder und Jugendlichen gearbeitet werden kann.

Ferdinand Mika Schulleiter der IGS Waldschule Egels

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